
Hallo ihr Mäuse,
weiter gehts bei uns in Sao Paulo. Nach unserem ersten Tag voller Eindrücke stehen wir entspannt auf und gehen frühstücken. Ich habe immer noch etwas Jetleg und muss mich erstmal dran gewöhnen. Tom und ich sind uns in vielen Dingen sehr ähnlich, wenn wir mit einem Place sehr viben gehen wir dann meistens öfter dahin und so ist es dann auch mit unserem Frühstücksort. Ich bestelle mir jeden Morgen einen Saft. Heute haben wir entschieden in den größten Park in Sao Paulo zu gehen Parque do Ibirapuera. Der Park ist fast zwei Quadratkilometer groß und somit in einer schon sehr zugebauten Stadt sehr viel Grünfläche auf einmal. Seid wir auf dem Land in Italien leben sind wir es nicht mehr so gewohnt im Stadtleben zu sein und deswegen von den Reizen schnell gestresst. Den Park zu erkunden ist somit eine perfekte Idee für uns. Wir kaufen im Supermarkt Picknick Sachen ein. ICH LIEBE PICKNICKS. Irgendwie geht das immer und ich esse meine erste richtige Papaya in Latam und liebe es. Schaut wie juicyyy die ist OMG. Wir haben Kniffel dabei, lesen etwas. Tauchen ein in den Vibe. Sehr viele Menschen machen Sport das fällt uns direkt ein. Ob Joggen, Fahrrad, Inline Skateb – wir sehen sogar einen Hund mit Sonnenbrille auf dem Skatebord -cuteeee, ist alles dabei. Was uns auch auffällt sind die ganzen kleinen Stände. An wirklich jedem werden Kokosnüsse verkauft. Natürlich probiere ich die HOW COULD I NOT? Ich liebe es. Wir laufen noch etwas durch den Park und verbringen so den heißen Tag in der Grünfläche.Wenn ihr in Sao Paulo seid geht dort auf jeden Fall hin.




Abends gehen wir noch ins Sescs Pinheiros, das hat uns Giselle empfohlen. Da ist ein riesiges Kulturzentrum des Stadtteils was sowohl ein Theater, ein Schwimmbad, Ausstellungsräume, Bücherei und eine Art Kantine hat. Wir machen gerne das, was die Locals auch machen und müssen nicht unbedingt fancy essen gehen. Es ist wirklich ein Community Space des Stadtteils und alle kommen hier zusammen und essen. Es ist eine Kantine aber das Essen schmeckt gut und ist nicht teuer, es ist voll mit Menschen und wir setzen uns an einen kleinen Tisch und essen unsere Suppe und als Nachtisch noch einen Kaffee und Dulce de Lecce Kuchen. Ich mag das. Ich weiß nicht aber ich mag solche Communityspaces und vermisse sowas oft in Europa. Das Sescs, das lese ich später ist wirklich wie ich schon gesagt habe, ist nicht nur ein Community Space es ist eben auch ein sozialer Treffpunkt, ein Ort für Bildung, Gesundheit, Kunst und Begegnung, Workshop als auch Food und das alles in einem. Es soll Barrieren abschaffen und Angebote mit weniger Hindernissen schaffen sodass es für mehr Menschen zugänglich ist egal in welchem Alter. Es ist ein Ort der Gemeinschaft und das fühlt man!
Dinge die ich hier sehr cool finde und entdeckt habe und umbedingt mit euch teilen muss!

1. Loofah
Loofah auf Deutsch auf Luffa – ist das getrocknete innere eines Schwammkürbisses oder auch einer Gurke. Ich kannte das auch schon aus Deutschland jedoch sehe ich es dort nicht so oft. Hier gibt es das in jedem Supermarkt für sehr wenig Geld. Giselle benutzt auch auch selbst als Spülschwamm und als Duschschwamm zu peelen der Haut. Ich kaufe mir auch direkt einen und finde es mega und einfach so nachhaltig. Während Spülschwämme kaum kompostierbar sind, ist der eben ein komplettes Naturmaterial und funktioniert genauso gut bzw. noch viel besser. I LOVE IT nicht nur für den Körper sondern auch zum Spülen und wünschte man würde das in Europa mehr benutzen. Ich werde auf jeden Fall welche im Garten anbauen!!!!
2. Filtro di Barro
Der Filtro di Barro ist ein traditioneller Wasserfilter und er sieht nicht nur super cool aus er funktioniert auf natürliche Weise ohne Strom und hält gleichzeitig das Wasser kühl. Er besteht aus Keramik und hat zwei Kammern, innern hat er eine poröse Keramikkerze, die alles filtert ob Chlor, Bakterien, Blei und andere Schwermetalle. Es ist eine super einfache Lösung Wasser zu filtern und ist hier sehr weit verbreitet. Ich finde die Technik dahinter einfach mega und fände in Ländern wie Spanien &Italien, wo auch kaum jemand Leitungswasser trinkt sollten den viel mehr nutzen! Einfache und nachhaltige Lösungen sind einfach mega was denkt ihr?
Tag 4
Tag 4 ist auch unser letzter Tag in Sao Paulo. Wir starten den Tag mit einem Run. Ich habe mir in Sao Paulo Laufschuhe gekauft, da ich wieder regelmässiger laufen gehen will. Wir laufen 4 km was erstmal gar nicht so viel ist aber durch die Hitze sind wir danach ganz schön dead. Wir holen uns im Supermarkt Jogurt und Mangos und frühstücken zuhause. Heute ist Samstag und wir überlegen uns nach dem Frühstück zu einem kleinen Markt in Pinhero zu gehen und etwas zu schlendern. Es ist eine Art Markthalle und wir laufen etwas durch und trinken einen Kaffee. Nach dem Kaffee schaue ich nochmal durch Giselles Liste, ich habe Lust auf etwas Kunst will aber nicht unbedingt ins Museum und dort komme ich auf Beco do Batman. Das ist ein kleiner Stadtteil, der durch seine Grafitis und kleine Winkel bekannter scheint. Tom und ich entscheiden uns dort hinzulaufen. By the way – die Muster und Farben auf den Straßen machen mich immer noch sehr Happy.

Als wir ankommen regnet es. Wir laufen aber trotzdem durch die kleinen Gassen, überall sind kleine Stände und Musik und die Menschen verkaufen ihren Schmuck. Mir fällt eine Seesternkette auf, aber da ich sehr Schmuckaffin bin und immer schwach werde habe ich mir die Reise mal vorgenommen, mir erstmal kurz zu überlegen ob ich das wirklich mag bevor ich es kaufe. Wir laufen weiter. Auf dem größeren Platz steht plötzlich der Boy von “Hope u can hold your bladder it’s time for the carrer letter” lol. Ich weiß nicht ob ihr ihn kennt, wir haben etwas zugeschaut und mal hinter die Kulissen zu schauen laufen aber noch etwas weiter. Ich mag es hier, die Stände sind süß. Am Ende kaufe ich die Kette hahah und wir verbringen noch etwas Zeit dort.

Auf dem Rückweg laufen wir an einem “Imbiss” vorbei den ich schon auf dem Hinweg gesehen habe, ich würde eher sagen Imbiss im positiven Sinne, es ist super voll und alle Locas stehen dort. Es wird traditionelles Essen verkauft und vor allem Fleisch vom Grill. Was hier sehr common ist, ist Fleisch und Fisch und dazu Bohnen und Reis. Ich liebe Bohnen und Reis. Normalerweise nennt man das hier Prato Feito – das ist ein klassisches Tellergericht das beinhaltet REIS, BOHNEN, FLEISCH ODER FISCH und oft dazu noch SALAT, FAROFA ODER POMMES (Farofa ist eine Art Maniokmehl mit Gewürzen und ist eigentlich immer dabei, es gibt noch etwas mehr Geschmack und Konsistenz. Naja seid diesem Tag essen wir eigentlich jeden Tag einen Prato Feito und ich liebe es einfach. Es schmeckt eigentlich immer gut, hat ein tolles Preis/Leistung und macht sehr satt!!! Es ist eigentlich Hausmannskost und damit kriegt man mich immer!
Abends gehen wir nochmal einen Drink trinken und früher schlafen da wir am nächsten Tag eine 5 Stunden Busfahrt vor uns haben und ich entschieden habe ( ich bin die Frühaufsteherin unter uns) das wir einen Bus um 7:45 nehmen um endlich Richtung Strand zu fahren. Wohin es geht und wie die Fahrt verläuft erfahrt ihr im nächsten Eintrag ❤
Ganz viel Liebe,
Lauriiii ❤

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